Was gemessen wird
Kalibrieren heisst: die Anzeige des Geräts gegen einen Messwert halten. Geprüft werden die Grössen, mit denen tatsächlich geschweisst wird: Schweissstrom und Schweissspannung, bei Drahtgeräten zusätzlich die Drahtvorschubgeschwindigkeit, jeweils über den Bereich, in dem das Gerät im Betrieb läuft.
Abweichungen werden festgehalten. Liegt das Gerät ausserhalb, wird es eingestellt, soweit es die Bauart zulässt, und danach erneut gemessen.
Warum ein Betrieb das braucht
EN 1090 verlangt für tragende Bauten aus Stahl und Aluminium eine werkseigene Produktionskontrolle. Dazu gehört, dass die Schweissausrüstung geprüft und in Ordnung ist. Im Audit ist das eine der Fragen, die zuverlässig kommen, und ein Protokoll beantwortet sie schneller als jede Erklärung.
Die zugehörige Norm ist EN 60974-14. Sie beschreibt, wie Lichtbogenschweisseinrichtungen kalibriert, validiert und auf gleichbleibende Werte geprüft werden.
Was Sie bekommen
Ein Kalibrierprotokoll mit den gemessenen Werten, den Sollwerten und dem Datum. Das Protokoll gehört in Ihre Unterlagen zur werkseigenen Produktionskontrolle.
Ehrlich dazugesagt: Wir sind keine nach ISO 17025 akkreditierte Kalibrierstelle. Für die werkseigene Produktionskontrolle wird das in aller Regel nicht verlangt. Ob Ihre Zertifizierungsstelle mehr sehen will, sagt Ihnen diese Stelle. Fragen Sie im Zweifel dort nach, bevor Sie den Termin machen.
Wie oft
In der Praxis wird jährlich kalibriert. Massgebend ist, was in Ihrer eigenen Verfahrensanweisung steht, und was Ihre Zertifizierungsstelle verlangt. Nach einer Reparatur am Leistungsteil ist eine erneute Kalibrierung ohnehin sinnvoll.
Termin
Kalibriert wird in der Werkstatt in Herisau AR, nach Vereinbarung. Mehrere Geräte an einem Termin sind sinnvoll: dann steht die Messung einmal und läuft durch. Rufen Sie an: +41 76 710 91 39.